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„Gestieg’n wia die Gams“
Dienstag, 30. August 2011
Auch heuer hatten die „Plattlerkinder“ des Gebirgstrachtenvereins Mittenwald wieder Spaß im Gebirge: 31 Kinder und vier wachsame Betreuer verbrachten am dritten Wochenende im August eine Nacht auf der Rehbergalm. Der Ausflug zählt für die Jüngsten des Vereins als „Highlight“ des Jahres.

Für die Mittenwalder Plattlerkinder ging es auf die Rehbergalm.
Sie verkaufen das ganze Jahr über in den Pausen des Heimatabends fleißig Postkarten und Andenken: Die Plattlerkinder des Trachtenvereins Mittenwald. Dieser Fleiß soll auch belohnt sein: Einmal im Jahr veranstalten hierfür die Vorplattler Matthias Wurmer, Monika Hornsteiner und Matthias Klotz einen Ausflug ins Mittenwalder Gebirge aus den Einnahmen. Heuer war die Rehbergalm, zusammen mit Schafhüter Peppi Hornsteiner, das Ziel. „Wir fuhren mit der Karwendelbahn zur Bergstation, machten einen Einkehrschwung in die Dammkarhütte und stiegen schließlich auf den Rehberg“, so Matthias Wurmer (Schmitzer Hias). Da dürfte der Abstieg über den Schönwaldgraben wohl etwas wehmütig in Angriff genommen worden sein. Denn der Spaß am Abend stand natürlich im Vordergrund: „Die Kinder fanden Schwammerl, welche wir uns am Abend zubereiteten, beobachteten Gemse und sahen aus wie die vielzitierte „Sau“, nach einem Fußballspiel im ‚Batz’. Natürlich durfte auch das Musik machen und Würscht’l grillen am Abend nicht fehlen.“ Bei solch Verköstigungen dürften die Strapazen des Aufstiegs wohl schnell vergessen worden sein. Die jüngste Bergsteigerin war sieben Jahre, „ist aber nach oben gestieg’n wia die Gam’s“, lobte sich der Schmitzer Hias schmunselnd.
Vor allem wenn er selbst an seine Jugend zurückdenkt: „Früher sahen die Ausflüge noch ganz anders aus. Da wurde man einfach in einen Bus gesteckt und ist meilenweit durch die Weltgeschichte gefahren. Bei Ausflügen vor Ort in die Natur haben die Kinder im Endeffekt viel mehr davon.“ Das dies aber keine Selbstverständlichkeit darstellt, weiß auch er: „Wir wollen uns in großem Maße bei Peppi Hornsteiner und seiner Frau Ulli, sowie bei allen finanziellen Gönnern bei Heimatabenden und den Veranstaltungen des Trachtenvereins außerhalb der TSV-Halle bedanken.“



