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Braucht Seefeld dritten Fußballplatz?
Montag, 20. August 2012
Der Seefelder Fußballclub mit seinen vielen Nachwuchsmannschaften hat Platzsorgen: Zwar gibt es in Seefeld zwei wunderschöne Fußballplätze, doch darf darauf während der sommerlichen Trainingslager prominenter Mannschaften kaum oder gar nicht trainiert werden. Man muss in die Nachbarorte ausweichen, der TVB zahlt die Buskosten.

Für den neuen Fußballplatz müsste ein kleiner Hügel im Bereich der Langlaufloipe weichen! (Foto: Crepaz)
Beim Trainingslager von Manchester City forderte Trainer Roberto Mancini ein drittes Fußballfeld – direkt neben einem der beiden bestehenden Felder, damit er gleichzeitig mit zwei Gruppen trainieren könne.
„Mit einem dritten Fußballplatz könnte man 4-5 zusätzliche, prominente Mannschaften nach Seefeld und in deren Hotellerie locken“, meinte Bürgermeister Mag. Werner Frießer bei der jüngsten Gemeinderatssitzung. „Mit den Förderungen des Landes und einem Kostenanteil des Tourismusverbands könne man einen Platz – ohne die Gemeinde zu belasten – finanzieren.“
Die „Blumenwiese“ westlich des Fußballplatzes wird derzeit von der heimischen Jugend zum Kicken genutzt – hier könnte ein neuer Platz im Winkel von 90° zur bestehenden Anlage angelegt werden. Dazu wäre der Bach umzuleiten, die Loipen würden nur geringfügig tangiert. Die Rollerstrecke müsste umgeleitet werden. „Damit ich die Zustimmung des Umweltamtes einholen kann, brauche ich einen Grundsatzbeschluss des Gemeinderats“, so der Bürgermeister.
Einige Gemeinderäte schlugen als Alternative das „Grünbödele“ vor, wo in den 60er Jahren Fußball gespielt wurde. Auf diesem Gelände wurden mittlerweile die Freiplätze der Hallentennisanlage angelegt.
Letztlich rang man sich zum Entschluss durch, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben und die Behördenstellungnahmen einzuholen.
„Auch eine positive Stellungnahme ist kein Präjudiz zum Bau“, betonte Vize-Bgm. Mag. Sepp Kneisl, der vor allem aus Kostengründen auf die Bremse tritt. Er spricht von einer halben Million Euro. „Wir müssen die Entwicklung der Abgaben-Ertragsanteile des Bundes sowie der Casino-Abgaben beobachten!“
Einig waren sich die Gemeinderäte, die bestehende Infrastruktur (Umkleidekabinen, Duschen, WC-Anlagen) zu sanieren. Diese ist in einem „unwürdigen“ Zustand – so die Gemeinderäte!



