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Neubau Rotmoosalm

Mittwoch, 15. September 2010

Im März 2009 wurde die Rotmoosalm durch eine Schneelawine völlig zerstört. Seit Juni 2009 ist im danebenstehenden Stallungsgebäude eine provisorische Hütte aufgebaut, um den Wanderern eine Einkehr zu ermöglichen. Doch lange dauert es nicht mehr, dann gibt es wieder eine nagelneue Rotmoosalm, ausserhalb des Lawinenstriches und mit traumhafter Aussicht.

Auf 1900 m Seehöhe wird fleißig gebaut, damit der Rohbau der Alm vor der ersten Schneeschicht steht. 800 kg Beton werden in Sekundenschnelle aus dem Kübel gepresst - eine nicht ganz ungefährliche Angelegenheit, wie ein Arbeiter bereits erleben musste. Der Nagel seines Mittelfingers musste dran glauben - er klemmte sich zwischen Hebel und Kübel ein.

Momentan wird schon fleißig am Neubau der Alm gearbeitet. Doch ohne die Hilfe eines Hubschraubers könnte diese Arbeit nicht getan werden.  Ein  Helicopter P3 mit 850 PS der Firma Knaus fliegt Rotation um Rotation um den Aufbau der Alm zu erleichtern. Beton und Kies werden zur Baustelle transportiert. Der 26 jähriger Benni Klotz ist Flugeinweiser und sagt dem Piloten wo`s lang geht: „Ich mache das nun seit 4 Jahren und bin eigentlich eher zufällig zu diesem Job gekommen. Aber ich muss sagen, es macht mir unheimlich viel Spaß. Wir sehen viele verschiedene Sachen, arbeiten an verschiedenen Baustellen und Orten. Und an den Wind gewöhnt man sich“, scherzt der sympatische Ötztaler.

Spektakulär sieht es aus, wenn Pilot Jürgen Köll am Himmel erscheint, den Kübel mit geladenem Gut ausleert und im Sturzflug wieder zum BetonLKW fliegt. Punktgenau setzt er den Betonkübel mit rund 800 kg ab. Die Erfahrung die dieser Pilot mitbringt und das genaue Arbeiten spart viel Zeit, welche am Berg sehr wichtig ist. Letzte Woche konnten die Arbeiter nicht betonieren, da schon Schnee auf der Baustelle in etwa 1900 m Seehöhe lag.  Richard Viedahl ist momentan gerade auf der Baustelle Rotmoosalm tätig: „Wir betonieren gerade die Grundmauern der Alm. Wenn alles gut geht, dann steht in etwa vier Wochen der Rohbau. Dazu bräuchten wir aber einen schönen Herbst. Der Schnee Ende August hat uns zeitlich zurückgeschmissen.“ Trotzdem ist die Entwicklung der Baustelle „in Zeit“, wie er uns erklärt.

Einen schönen Herbst wünschen sich nicht nur die Arbeiter in schwindelerregenden Höhen. Auch so mancher Wanderer, der aus Neugier die Baustelle Rotmoosalm noch vor der ersten Schneeschicht erkunden will.