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„Es war ein sehr harter Winter“
Montag, 30. April 2012
Insgesamt wurden 988 Stunden für Beobachtungsfahrten im Dammkar, 462 Stunden für die Beobachtungen der Bundesstraße an der Marchklamm und der Rainlähne sowie 458 Stunden an Sitzungen und Dienstgesprächen aufgewendet. Der Grenzübergang Mittenwald/Scharnitz war zwölf Tage dicht. Das sind nur wenige nackte Zahlen des Arbeitsaufwandes der Mittenwalder Lawinenkommission für den harten Winter 2011/12. Doch was hinter diesen Zahlen steckt, erzählte uns Kommissionschef Heinz Pfeffer.

(Vorne v.l.) Heinz Pfeffer, Franz Brandner, Martin Klotz, Klaus Rosenberger, Sepp Brandner, Hubert Kiefer, (hinten v.l.) Hermann Baier, Hubert Hornsteiner, Hannes Ostler, Hannes Kofler, Sepp Rieger, Rudi Lindner und Karl Hörmann von der Mittenwalder Lawinenkommission. (Foto: Privat)
„Es war ein sehr harter Winter“, blickt Obmann Pfeffer zurück. „Doch auch in dieser Saison hat sich gezeigt, wie wichtig eine fundierte Ausbildung für unsere Männer ist.“
Vor allem der Grenzübergang machte heuer zu schaffen: Insgesamt musste die Engstelle unterhalb des Brunnsteins zwischen Jänner und März an zwölf Tagen, der Übergang von Mittenwald nach Leutasch an acht Tagen geschlossen werden. Womit sich die Kommission auch gleichzeitig mit herber Kritik auseinandersetzen musste. „Unsere Männer sind bestens ausgebildet und verantwortungsvoll. Deswegen können wir manche Äußerungen eines Außenstehenden nicht nachvollziehen. Hier stellt man sich doch hin und wieder die Frage, warum solche Personen nicht selbst einen ehrenamtlichen Dienst zum Wohle anderer annehmen?“, beäugt Pfeffer die Lage kritisch. „Denn die 15 Männer, die für die Marktgemeinde und das Landratsamt ihre Freizeit opfern, haben solche Aussagen nicht verdient. Schließlich geben wir nur Empfehlungen über eine Sperrung aus, über das Sperren an sich verfügen jedoch die Ämter.“
Allerdings gibt es auch reichlich Positives zu berichten: „Wir können nicht oft genug die hervorragende Kooperation mit der Firma „K2“ hervorheben, denn durch die Materialien, welche sie uns zur Verfügung stellen, wird mehr denn je unsere Sicherheit gewährleistet. Großen Dank auch an unseren Partner „ABS-Peter Aschauer“, welcher uns die Lawinenairbags zur Verfügung stellt.“
Auch Sportartikelhersteller „Salewa“ rüstete die Kommission mit Schutzkleidung aus und „ist somit eine klare Stütze in der nicht ungefährlichen Arbeit zum Wohle anderer“, so Pfeffer. „Eine gute und konstruktive Zusammenarbeit hat es auch mit den Kollegen der LWK Scharnitz, der Bundeswehr, Polizei, Gemeinde, SIS und dem Forst sowie der Karwendelbahn Mittenwald gegeben.“



