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Fernsehbeiträge übers Karwendel
Mittwoch, 08. September 2010
Die Olympiaregion Seefeld stand zurletz wieder im Interesse ausländischer Fernsehsender. Unter anderem filmte der Japanische Sender Fellow Travel und der bayrische Rundfunk im Karwendel.

Bernadette Stauder begleitete die japanischen Journalisten aufs Seefelder Joch.
Fellow Travel mit Büros in Osaka und Tokyo war Anfang September auf Recherche in Seefeld, mit dem Ziel, neue Programme für Sommer und Winter für japan. Touristengruppen anzubieten. Das Team freute sich über tollstes Wetter, die vielen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, über die schöne Natur und die kulinarischen Genüsse.
Bereits früher als die japanischen Journalisten weiltet das bayrische Fernsehen im Karwendel. Moderator Tobias Ranzinger hat sich für laVita auf eine steinerne Mission begeben. Und eines hat er schnell gelernt: Auch wenn Kiesel und Co hier im Karwendel auf den ersten Blick völlig unspektakulär aussehen, so haben sie doch oft eine absolut atemberaubendes „Innenleben“ – und zwar sowohl optisch als auch akustisch.
Vera und Josef Karner sind im Karwendel immer mit dem Rucksack unterwegs – und am Ende der Wanderung wiegt dieser dann auch mal gut und gerne 50 Kilogramm. Warum? Die beiden finden hier mit dem Blick auf den Boden immer wahre Schätze. Schätze, die anderen verborgen bleiben.
In einem ganz normalen Kiesel sehen die Karners grünen Schiefer, Granat oder eine Koralle herausleuchten, die ungefähr 220 Millionen Jahre alt und damit ein Relikt aus der Zeit der Dinosaurier ist. Da staunt Tobias Ranzinger nicht schlecht, vor allem als er sieht, was aus den Steinen wird, wenn Josef Karner seinen Diamantschleifer ansetzt.
Doch nicht nur am Fuße des Karwendels in der Isar finden sich solche Steinschätze: Der Moderator ist völlig platt, als ihm Josef Karner einen urzeitlichen Tintenfisch vor die Nase hält – in etwa 2.000 Metern Höhe! Hier war ehemals eben Meeresboden, der durch die Alpenfaltung hochgeschoben wurde, erklärt der Steinexperte. Die Witterung erledigte dann den Rest und legte den Tintenfisch quasi direkt vor die Füße der drei Wanderer.
Doch die Steine des Karwendels können auch noch etwas anderes – Musik erklingen. Musiktherapeut Karl Michael Ranftl kam zufällig darauf, dass sich mit den Kieseln der Isar auch vortrefflich musizieren lässt. Mehrmals im Jahr gibt er ein Kieselkonzert. Und mit Tobias Ranzinger macht er sich auf die Suche nach dem letzten Stein für seine Tonleiter – damit er Beethovens „Ode an die Freude“ auf seinem Steinxylophon fehlerfrei spielen kann.
Die Sendung von Tobias Ratzinger und Redakteurin Anja Schäfer ist übringes schon ausgestrahlt worden. und zwar am 9. September um 19 Uhr im bayrischen Rundfunk.



