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Ein traumhaft schönes Fest in Äthiopien
Mittwoch, 17. August 2011
Es ist eine Geschichte, welche nur das wahre Leben schreibt und selbst Hollywood nicht besser hätte inszenieren können: Eine Reitherin machte sich auf den Weg, um in Äthiopien (wir berichteten) den Menschen durch den Bau eines Kindergartens einen Funken Hoffnung für die Zukunft ihrer Kinder zu schenken. Nun kehrte sie zurück: die Rede ist von Klaudia Kluckner, welche in der Pfarre in Reith tätig ist. Sie gab uns nun einen exklusiven Reisebericht, über Träume und dessen Realisierung auf dem schwarzen Kontinent.

Ein Transparent über das Sozialprojekt von Klaudia Kluckner.

Die Reitherin bei der Segnung des Brotes.

Sind gespannt auf ihren neuen Kindergarten: Kinder in Äthiopien.

„Ein Kindergarten bedeutet nicht spielen und Spaß zu haben, sondern ist eine Chance für eine bessere Zukunft“, weiß Klaudia Kluckner zu berichten.
Klaudia Kluckner: „Nicht sehr lange ist her, dass ich mit dem Wunsch einen Kindergarten in Beradje zu bauen, aus Äthiopien zurückgekommen bin. Allzu gerne wollte ich den Menschen dort einen Funken Hoffnung für die Zukunft ihrer Kinder schenken. Ein Dorf, in dem viele Familien mit Kindern leben, in dem es weder Schule noch Kindergarten, weder Klinik, noch Wasser gibt. Keine einzige Quelle hat man bis heute gefunden.
Einen Kindergarten in Äthiopien zu besuchen, bedeutet nicht spielen und Spaß haben, es bedeutet vielmehr die Chance auf eine bessere Zukunft. Bereits im Kindergarten lernt man schreiben, lesen und rechnen, eine Art Vorschule und Voraussetzung, dass man irgendwann eine Schule besuchen darf.
Für viele Menschen ist nun ein Traum in Erfüllung gegangen. Mit einem wunderbaren Fest wollte das Dorf Beradje seinen Dank für die Hilfe ausdrücken. Ein Theaterstück, in dem es um Kinderarbeit und Schulbesuch ging, Gedichte, Tänze und natürlich viele Ansprachen wurde gehalten, viele wollten ihre Dankbarkeit zum Ausdruck bringen, (das wichtigste wurde mir dabei übersetzt) der Dorfälteste, der Dorfzweitälteste, der Direktor der Schule, der Administrator des Dorfes, die Lehrpersonen des Kindergartens, Studenten und Schüler und natürlich der Kapuzinerpater Joseph, der sich für den Bau des Kindergartens eingesetzt und mit mir gemeinsam dieses Projekt ins Leben gerufen hat. Diesen Dank möchte ich an alle weitergeben, die mit ihrer finanziellen Unterstützung geholfen haben, dass dieser Kindergarten gebaut werden konnte!
Zur Gänze ist er jedoch noch nicht fertiggestellt. Die Räume und die Fassade müssen noch verputzt werden. Bis jetzt konnte dies wegen Wassermangel nicht gemacht werden. Trotzdem, die Menschen sind guter Dinge. Im kommenden Jahr, so sagen sie, (11. September - äthiopisches Neujahr) sollten dann die 70 Kinder endgültig auf die drei fertiggestellten Klassen aufgeteilt werden. Und diese Hoffnung tragen die Menschen in sich…. ohne Hoffnung, Gottvertrauen und Zuversicht, wäre das Leben in Afrika undenkbar und unmöglich. So hoffe und vertraue ich zusammen mit den Menschen in Beradje. Möge dieser Wunsch in Erfüllung gehen.“



